Weltmeister im klassischen Schach

1866 - 2012
 



Dr. Emanuel Lasker




















1866-1894: Wilhelm Steinitz (Österreich) – 28 Jahre
1894-1921: Emanuel Lasker (Deutschland) – 27 Jahre
1921-1927: José Capablanca (Kuba) – 6 Jahre
1927-1935: Alexander Aljechin (Sowjetunion) – insgesamt 17 Jahre
1935-1937: Max Euwe (Niederlande) – 2 Jahre
1937-1946: Alexander Aljechin (Sowjetunion)
1948-1957: Michael Botwinnik (Sowjetunion) – insgesamt 13 Jahre
1957-1958: Wassily Smyslow (Sowjetunion) – 1 Jahr
1958-1960: Michael Botwinnik (Sowjetunion)
1960-1961: Michael Tal (Sowjetunion) – 1 Jahr
1961-1963: Michael Botwinnik (Sowjetunion)
1963-1969: Tigran Petrosjan (Sowjetunion) – 6 Jahre
1969-1972: Boris Spassky (Sowjetunion) – 3 Jahre
1972-1975: Robert („Bobby“) Fischer (USA) – 3 Jahre
1975-1985: Anatoly Karpow (Sowjetunion) – 10 Jahre
1985-2000: Garry Kasparow (Sowjetunion/Russland) – 15 Jahre
2000-2007: Wladimir Kramnik (Russland) – 7 Jahre
2007- mindestens bis 2012: Viswanathan Anand (Indien) – 5 Jahre
2012 – Weltmeisterschaftsduell – Der Herausforderer wird noch ermittelt.


Entscheidungen der FIDE führten in der Vergangenheit zur Spaltung im Weltschach. Seit 1993 boykottierten über viele
Jahre hinweg die stärksten Spieler der Welt die FIDE bei Weltmeisterschaften. Als es 1993 zum endgültigen Bruch kam
verhalf die FIDE A. Karpow zur Rückkehr auf den WM-Thron, obwohl dieser bereits im Halbfinale vorzeitig aus-
geschieden war. Eigenmächtig setzte die FIDE ein WM-Duell Karpow gegen Timmann an, das Karpow gewann. Garry
Kasparow ist auch nach 1993 eindeutig als der weltbeste Spieler anzusehen, da Karpow in den vorherigen WM-Duellen
1986, 1987 (remis) und 1990 gegen Kasparow klar verloren hat.

Da die FIDE den Austragungsmodus ständig änderte, kamen in sportlich wertlosen K.O.-Ausscheidungen Spieler auf
den höchsten Schachthron, die den absoluten echten Weltklassespielern Kasparow und Kramnik hoffnungslos
unterlegen waren.

In der obigen Weltmeisterchronik sind deshalb nur die echten, spielstärksten Weltmeister aufgeführt (Titelkämpfe
ausgetragen vom Berufsverband Schach-PCA von 1993 bis 2006) und nicht die Papierweltmeister der FIDE.
Erst im im Jahr 2006 gab es ein Wiedervereinigungsduell zwischen dem FIDE-Weltmeister Topalow und dem
echten PCA-Weltmeister Kramnik, das Kramnik für sich entscheiden konnte. Da half es auch nicht, dass die FIDE ihrem
Günstling einen kampflosen Punkt zuerkannte.